"Diese Wirtschaft tötet"

In ihrer Umwelt- und Klimaschutz-Policy verpflichtet sich EnBW, bei ihrem „Handeln […] potenziell negative Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt und die Erhaltung der biologischen Vielfalt“ zu berücksichtigen. 

Tatsache ist jedoch auch, dass EnBW langfristige Abnahmeverträge für gefracktes Flüssiggas mit dem amerikanischen Unternehmen Venture Globel geschlossen hat, die kaum mit dieser Selbstverpflichtung in Einklang zu bringen sind, blickt auf die Folgen des Frackings in den Abbaugebieten.
Ein Großteil des Gases kommt aus Louisiana. Der LNG-Boom hat die Golfküste in den vergangenen Jahren stark verändert: Es ist eine riesige LNG-Industrie entstanden, mit gewaltigen Anlagen, Bohrtürmen und einer Infrastruktur, die ganze Küstenabschnitte umprägt. Der Ausbau bringt zwar wirtschaftliche Impulse, hinterlässt aber auch zerstörte Strände und den Verlust wertvoller Feuchtgebiete, sowie gravierende gesundheitliche Schäden für die Menschen (Asthma, Krebs und Herzerkrankungen) dort. Da beim Bau und Betrieb der Anlagen Emissionen und Schadstoffe freigesetzt werden, verschlechtert sich die Luftqualität in der Region. Zudem ist das bei der Gewinnung, der Aufbereitung und dem Transport des Gases austretende Methan über einen Zeitraum von 20 Jahren 84 mal schädlicher als Kohlendioxid.
GreenFaith Deutschland hat eine sog. Speakertour durch Deutschland organisiert. Zwei Klimaaktivisten aus den betroffenen Gebieten waren auch in Karlsruhe zu Gast, um auf diese Folgen für die Menschen und die Umwelt aufmerksam zu machen und einen Stopp des Frackings zu fordern.  
Um die Verantwortung von EnBW für diese Schäden öffentlich deutlich zu machen, fand u.a. eine Mahnwoche vor der Firmenzentrale in Karlsruhe statt, an der wir uns mit unserer AK "Ökologische Spiritualität" beteiligt haben.
Ansprechperson